Es war einmal in Lappland

Nivunki Village liegt in der Wildnis: Hier atmen Sie die reinste Luft der Welt, und keine Lichtverschmutzung stört Naturschauspiele wie Nordlichter und Sternenhimmel.

Die Geschichte von Nivunki reicht bis in die Steinzeit zurück. Uralte Fallgruben, Teergruben und Feuerstellen, die man in der Umgebung entdeckt hat, erinnern an die ersten Bewohner von Nivunki. Jahrhundertelang lebten die Menschen in Lappland jenseits aller Straßen, reisten mit Rentierschlitten und bauten ihr Zuhause mitten in den großen Wäldern. Bevor es Bauernhäuser gab, lebten die Menschen in Kotas, lappländischen Hütten, die traditionell aus dünnen Baumstämmen errichtet und mit Stoff, Torfmoos oder Holz bedeckt wurden. Die Kotas waren schnell gebaut und boten Schutz und Wärme bei einem Wetter, das rasch von Sonnenschein in Schneesturm umschlagen konnte. Im Land der Polarnacht sind die Winter lang, dunkel und kalt, und die Kota war ein gemütliches, warmes Nest. Ein Leben, das ganz der Natur ausgeliefert ist, hat durchaus seine Vorzüge. Fernab von Hauptstraßen und Städten ist die Dunkelheit tief und dicht. Dadurch strahlt das natürliche Licht – Mond, Sterne und Nordlichter – heller als irgendwo sonst. Reiner kann Luft kaum sein – Vorsicht beim Einatmen, es droht eine Sauerstoffüberdosis. Während Ihre Augen die wohltuende Dunkelheit oder im Sommer die wunderbaren weißen Nächte in sich aufnehmen, stellen sich Ihre Ohren auf den süßen Klang des Nichts ein.

Seite an Seite mit den Rentieren. Der Hof Nivunkijärvi wurde im 19. Jahrhundert gegründet. Was heute als Dorf Nivunki bekannt ist, war ursprünglich ein traditioneller Hof in der Wildnis. Über Generationen hinweg lebten die Menschen in Nivunki vom Wald, von den Rentieren und von der seltenen nordischen Rasse der weißen Lapplandrinder. So wertvoll die Rentiere auch waren: Um mit den frei umherziehenden Herden zusammenzuleben, brauchte es gewisse Vorkehrungen. Damit das Vieh den Winter überlebte, war Heu unverzichtbar. In diesen Breiten war es knapp, deshalb mussten die Heuwiesen vor den Rentierherden geschützt werden. Auf dem Hof Nivunkijärvi wurde 1934 ein besonderer Vertrag zwischen dem Bauern Simon Nivunkijärvi und den örtlichen Rentierhirten aufgesetzt. Darin erklärte sich Simon bereit, bis 1943 ein Heufeld neben dem Hof Nivunki zu schützen, indem er einen Zaun um seine Heuwiese errichtete und ihn für die Dauer des Vertrags instand hielt.

Väärti – Ihr Guide, Gastgeber und Freund. Im Finnisch-Lappland des 19. Jahrhunderts gab es nur wenige Höfe und Dörfer, und sie lagen weit voneinander entfernt. Die wenigen Reisenden, die zufällig des Weges kamen, wurden stets herzlich empfangen. Die Menschen teilten, was sie hatten, mit ihren Gästen – auch in schweren Zeiten. Im Gegenzug brachten die Gäste Neuigkeiten aus der nächsten Stadt oder dem nächsten Dorf mit, manchmal sogar aus aller Welt. Zurück in der Heimat erzählten die Besucher von der lappländischen Gastfreundschaft. Väärtis (vom schwedischen Wort värd, das sowohl „Gastgeber“ als auch „würdig“ bedeutet) waren Menschen, die Sie beherbergten und führten und denen Sie mit der Zeit vertrauten. Sie boten Ihnen ein warmes Bett für die Nacht und traditionelle lappländische Kost: geräucherten Fisch oder Fleisch. Ihr Väärti nahm Sie mit zum Angeln oder Beerensammeln an die besten Plätze, saß mit Ihnen am Feuer und reichte Ihnen eine Tasse Kaffee. Heizte für Sie die Sauna an. Ging an Ihrer Seite, solange Sie blieben.

So entstand Nivunki Village mit seiner Väärti-Kultur. Wie Generationen vor ihnen heißen die Väärtis Sie heute in Nivunki willkommen und gehen gern an Ihrer Seite, solange Sie bleiben möchten.

Herzlich willkommen!

Entdecken Sie die Geschichte von Nivunki Village – jeder Schritt ist ein neues Abenteuer

Altes Bauernhaus

Früher folgte das Leben in Lappland dem Rhythmus der Natur. Die Menschen zogen mit den Jahreszeiten, stets auf der Suche nach fischreichen Gewässern und Weideland für ihre Rentiere. Die Sámi lebten in leichten, beweglichen Behausungen wie den „Kota“-Hütten, die sich unterwegs immer wieder neu aufbauen ließen.

Im 18. Jahrhundert wurden die Menschen allmählich sesshaft. Familien gründeten Höfe in der Wildnis und bauten die ersten richtigen Blockhäuser, die den arktischen Bedingungen standhielten.

Der Hof Nivunki wurde im 19. Jahrhundert am Nivunki-See gegründet. Heute lebt das ursprüngliche Haupthaus als gemütliche Stube weiter, die allen Gästen offensteht.

Alte Scheune

Als die Menschen sesshaft wurden und begannen, etwas Vieh zu halten, etwa eine oder zwei Kühe, wurde das Heu in den Wintermonaten überlebenswichtig. In diesen nördlichen Breiten war Heu oft knapp, deshalb war es entscheidend, die Heuwiesen vor den Rentierherden zu schützen. Die alten Scheunen wurden gebaut, um das Heu zu lagern und sicher zu verwahren, damit das Vieh auch im harten Winter genug Futter hatte.

Alter Brunnen

Mitten auf dem Hof steht ein Vinttikaivo – ein Ziehbrunnen mit einer Hebelvorrichtung an einem senkrechten Pfahl, die das Wasserschöpfen erleichtert. Früher suchte man Brunnenplätze mit einer Weidenrute, die sich beim Gehen zum Boden neigte, sobald eine geeignete Stelle gefunden war.

 

Nordlicht-Kotas

Bevor es Bauernhäuser gab, lebten die Menschen in Kotas, lappländischen Hütten, die traditionell aus dünnen Baumstämmen errichtet und mit Stoff, Torfmoos oder Holz bedeckt wurden. Die Kotas sind mehr als nur eine Unterkunft: Sie öffnen das Tor zu authentischen Erlebnissen und zu Begegnungen mit den Nordlichtern.

Sauna

„Saunarein“ ist ein Begriff, den Sie erst wirklich verstehen, wenn Sie die finnische Sauna erlebt haben. Sie fühlen sich rein und weich, außen wie innen. Im Mittelpunkt des Saunaerlebnisses steht ein tiefer Respekt vor der Natur und den Elementen. Lassen Sie die heilsame Kraft von Holz, Wasser und Feuer auf sich wirken. Wenn Sie still auf der Saunabank sitzen, leert sich zuerst Ihr Kopf von allen Gedanken.

Pirtti – das Hauptgebäude

„Pirtti“ ist ein finnisches Wort für ein traditionelles Gemeinschaftshaus und einen Treffpunkt auf dem Land. Oft ist es das Herzstück eines Dorfes oder einer Gemeinschaft und erfüllt ganz unterschiedliche Aufgaben.

Die Väärti-Kultur ist das Herz von Nivunki Village. Dorfchef Sami Luoto sitzt am Kamin.

Väärti-Kultur – Gastfreundschaft neu gedacht

In den alten Zeiten Lapplands, lange bevor Straßen so weit in den Norden reichten, war ein „Väärti“ jemand Besonderes. Das alte lappländische Wort bedeutet bis heute „ein besserer Freund“ – gemeint ist der Einheimische, der dem Reisenden seine Tür öffnete, ihn wie ein Familienmitglied behandelte, mit ihm am Feuer Kaffee trank und ihm die besten Angelplätze zeigte. Ihr Väärti war nicht nur ein Gastgeber. Er wurde zum vertrauten Gefährten, auf den Sie zählen konnten.

Die Väärti-Kultur liegt uns im Blut. Schon über drei Generationen hinweg sind wir in die Rolle der Gastgeber für Menschen aus aller Welt hineingewachsen. Wir begegnen unseren Besuchern mit Respekt und Verbundenheit und hoffen, dauerhafte Beziehungen zu Menschen aus der ganzen Welt aufzubauen. Service ist ein zentraler Bestandteil des Nivunki-Erlebnisses. Vom Moment Ihrer Ankunft an möchten wir eine Atmosphäre voller Wärme, Behaglichkeit und aufrichtiger Fürsorge schaffen. Sie sollen sich in Nivunki wie in einem zweiten Zuhause fühlen, in dem Sie entspannen, zur Ruhe kommen und die wahre Schönheit Lapplands erleben können. In Nivunki ist Gastfreundschaft mehr als nur eine Dienstleistung – sie ist eine Lebensart. Es geht darum, Momente und Erinnerungen zu schaffen. Es geht um echte Verbindungen zwischen Menschen, der Natur und den kostbaren Tieren um uns herum.

Die Nordlichter

Zu den bekanntesten Sinnbildern der lappländischen Kultur gehören die Nordlichter, auch Polarlichter genannt. Nach dem Glauben der Sámi entstehen die Nordlichter, wenn die Geister der Verstorbenen über den Himmel tanzen. Jede Farbe steht für ein anderes Gefühl oder eine andere Botschaft der Geister, und den Tanz der Lichter mitzuerleben, gilt als mystische und spirituelle Erfahrung. Schlafen Sie in Ihrer gemütlichen Kota in Nivunki unter diesen geheimnisvollen Lichtern ein oder wachen Sie mit ihnen auf – ganz ohne störende Lichtverschmutzung.

Stille, friedliche Wildnis und reinste Luft

Die lappländische Wildnis lockt mit ihrer stillen Schönheit und bietet inmitten unberührter Landschaften einen Zufluchtsort voller Ruhe und Frieden. Hier, wo die Luft klar und rein ist und die Brise den Duft der Kiefern herüberträgt, füllen sich Ihre Lungen mit Lebenskraft. Lassen Sie die Hektik des modernen Lebens hinter sich und finden Sie zurück zur Natur in ihrer reinsten Form. Im Herzen der lappländischen Wildnis scheint die Zeit stillzustehen, und Sie spüren den ruhigen Rhythmus der Natur. In Nivunki beginnt die Natur direkt vor der Tür Ihrer Kota: ein Schritt, und Sie sind mittendrin. Oder Sie wagen sich tiefer hinein und kommen mit uns auf eine Safari in die Wildnis.

Lernen Sie unsere Rentiere kennen

Rentiere haben in der lappländischen Kultur eine ganz besondere Bedeutung: Sie sind Lebensgrundlage und spirituelles Symbol zugleich. Der Legende nach schenkten die Götter den Sámi die Rentiere als Gefährten und Helfer. Viele Geschichten erzählen von der engen Bindung zwischen den Sámi und ihren Rentieren und von dem Respekt und der Ehrfurcht, mit denen sie den Tieren begegnen.

 

In Nivunki Village gibt es etwas Schlichtes und zugleich Einladendes: das Rentiergehege, in dem rund 120 dieser anmutigen Tiere leben. Das Gehege ist ein Symbol für den tiefen Respekt und die Wertschätzung gegenüber der Natur, die hier jeden Bereich des Lebens durchdringen. Sie sind herzlich eingeladen, an das Gehege heranzutreten und durch den Zaun zu schauen – so kommen Sie den Rentieren ganz nah und lassen ihnen dennoch ihren Freiraum. Wenn Sie dort stehen, die Schönheit der Tiere bewundern und ihr Verhalten beobachten, stellt sich ein Gefühl von Staunen und Verbundenheit ein. Wichtig zu wissen: Das Betreten des Geheges ist verboten. Die Rentiere sind zwar an Menschen gewöhnt, aber immer noch halbwilde Tiere, und ihr Freiraum verdient Respekt.

Feuer

In Lappland symbolisiert das Feuer Wärme, Licht und die Verbindung zur physischen wie zur spirituellen Welt. Im rauen arktischen Klima ist Feuer seit jeher überlebenswichtig. Es spendet in den kalten Wintermonaten Wärme und ist in der Dunkelheit der Polarnacht eine Quelle von Licht und Geborgenheit. In der lappländischen Kultur wird dem Feuer auch eine spirituelle Bedeutung zugeschrieben: Es steht für Reinigung, Wandlung und Erneuerung. In Nivunki begegnet Ihnen das Feuer in vielen verschiedenen Formen. Es erhellt die Dunkelheit, wärmt Sie auf einer Wanderung, gart das Essen und bringt seine ganz eigene Klangkulisse mitten in die Wildnis.

Geschichten erzählen

Die lappländische Kultur ist reich an Geschichten, in denen sich die tiefe Verbindung zwischen den Menschen und der arktischen Natur spiegelt. Geschichten waren auch ein Weg, wichtige Informationen von einer Generation an die nächste weiterzugeben. An kalten Abenden versammelte man sich am Feuer und lauschte den Erzählungen. In Nivunki können wir gemeinsam am Lagerfeuer sitzen, beim Frühstück entspannt plaudern oder es uns wie die Einheimischen im Schaukelstuhl gemütlich machen – und den Geschichten der anderen zuhören.

Eine Leinwand für die Nordlichter

Die abgelegene Lage von Nivunki Village in der Wildnis bietet gute Möglichkeiten, die Nordlichter zu beobachten, denn hier gibt es keine Lichtverschmutzung. Der dunkle Himmel ist die perfekte Leinwand für die Nordlichter, die darauf ihr faszinierendes Schauspiel malen.